Unternehmer gaben Ratschläge

Beim 8. Unternehmerforum in der Veranstaltungsreihe „Reicht fachliches Wissen zum beruflichen Erfolg? - Untypische Biografien von erfolgreichen Unternehmern" nutzten in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der Oberstufen des Wirtschaftsgymnasiums, um zwei individuelle Lebenswege zu erfahren und gemeinsame Erfolgsfaktoren aufzuspüren. Die Veranstaltung wurde durch den stellvertretenden Schulleiter Alfons Bölte impulsgebend anmoderiert und genauso engagiert, pointiert und auch sozusagen „gegen den Strich gebürstet“ gaben in einer Diskussion, die von der Lehrerin Uta Hesse-Pfennings moderiert wurde, zwei Gäste den Schülern Orientierung.

 

2018 01 07 Unternehmerforum

 

Dr.-Ing. Lutz Martiny, Diplom-Volkswirt

Strategieberater der achelos GmbH, Paderborn; Partner der Unternehmensberatung amontis consulting ag, einer internationalen Allianz ehemaliger Geschäftsführer, Heidelberg

„Auf Umwegen in die akademische Welt, auf geradem Weg in die Informationstechnik. Systemanalytiker bei IBM Deutschland/USA, Wissenschaftler, Referatsleiter in der Verwaltung, stellv. CIO in der Pharmaindustrie, Geschäftsführer F&E Chipkarten und Maschinenbau, Vorsitzender der Geschäftsführung eines Weltmarktführers der Chipkartenindustrie, Verbandspräsident der Smart Security Industry, Brüssel etc.“

 

Dr. rer pol Dipl.-Ing. Peter Demes MBA

Berater, Coach und Inhaber der Unternehmensberatung Demes Consulting in Göttingen sowie Lehrbeauftragter Universität Göttingen; Mitglied in der International Coach Federation (IFC); Schwerpunktthemen: erfolgreicher B2B Vertrieb, Führungskompetenzen sowie Selbstmanagement

„Quasi über den zweiten Bildungsweg bis zur Promotion“, „vom Produktmanager der Ultrafilter AG über eine Bereichsleitung der W.L. Gore & Assosiates GmbH bis zum Vice President der Sartorius AG“, Inhaber des Internetportals www.uni-fertig.de sowie www.ABI-fertig.de (Start 2018)

 

Das Ergebnis der spannenden Diskussion war eindeutig: Fachwissen ist wichtig und die Grundvoraussetzung für den beruflichen Erfolg, noch wichtiger sind aber die sogenannten „soft skills“, die oftmals unterschätzt werden.

 

Weihnachtspäckchen in Büren

In Büren hat der Advent schon direkt nach den Herbstferien begonnen. Initiiert war dies durch Frau Hansmann und Frau Kallius, die im Religionsunterricht der Klassen WG1k, HH1k, HH1o und HH1n und im Unterricht der angehenden Einzelhändler in den Klassen EH1k und EH3k für die Aktion Weihnachtspäckchenkonvoi geworben haben. So wurden im Unterricht über 70 Schuhkartons gepackt und mit Geschenkpapier verschönert. Neben diesen Päckchen wurden auch Spenden i.H. von 128,67 € gesammelt, die dem Kinderheim Casa de Copii Sf. Maria Barati In Rumänien gespendet wurden. An dieser Stelle gilt der Dank den Schülerinnen und Schülern der oben genannten Klassen, den Besuchern der B.A.M 6.0 in Büren, den „stillen unbekannten Spendern“ sowie dem Lehrerkollegium in Büren, die bei der Geldspende unterstützend zur Seite gestanden haben. Der größte Dank gilt allerdings Familie Feldmann, die den Transport der Pakete vorgenommen hat und auch persönlich involviert ist, die Geschenke in Rumänien an Kinder aus armen Familien zu verteilen. Ein sehr rührender Dankesbrief ist uns schon zugegangen, der uns sehr erfreut hat.  
 
2017 12 20 Weihnachtspäckchenkonvoi
 
 
 
 
 
 
 
 
                                                                                                                                                                             

Logistiker zu Besuch

12 Schülerinnen und Schüler sowie 2 Lehrerinnen unserer polnischen Partnerschule, der Wirtschaftsschule in Radom, besuchten vom 19.11.2017 bis zum 16.12.2017 Paderborn. Radom liegt ca. 100 km südlich von Warschau, hat 300.000 Einwohner und ist - auch was den Bekanntheitsgrad angeht - mit Bielefeld vergleichbar.

Die polnischen Schülerinnen und Schüler absolvieren an der Radomer Schule eine Ausbildung zum Logistiker und erwerben zusätzlich die Allgemeine Hochschulreife. Anders als bei uns geschieht dies nicht im Rahmen einer dualen Ausbildung, sondern allein im schulischen Bereich, ergänzt durch ein vierwöchiges Praktikum in einem Logistikunternehmen.

2017 12 20 Polenaustausch

Unsere polnischen Partner nutzten in diesem Jahr die guten Kontakte nach Paderborn und die Förderung durch das europäische ERASMUS-Programm, um ihren Schülern ein Auslandspraktikum in Paderborn anzubieten.

Erfreulicherweise stellten folgende Unternehmen Praktikumsplätze bereit:

Finke Paderborn, MBG International Premium Brands GmbH, Hartmann International GmbH & Co. KG, Universal Transport, Spedition und Logistik Haaren Keimeier & Finke GmbH und Hämmerling Group Logistic GmbH.

Engagiert und mehrsprachig gaben die Paderborner Logistikprofis den polnischen Schülerinnen und Schülern einen Einblick in ihre Branche, ob auf Seiten der Speditionen oder der Versandprofis der Produzenten und Händler.

Die Schülerinnen und Schüler lernten hier die Arbeiten im Lager sowie die Organisation und Disposition der Logistikprozesse kennen. Teilweise konnten sie auch an Lkw-Transporten unmittelbar teilnehmen.

Ergänzt wurde das betriebliche Programm durch Einführungskurse in Kultur und Sprache sowie durch gemeinsame Exkursionen und Abendveranstaltungen – organisiert von den Kolleginnen und Kollegen aus dem Logistikbereich des LEBK.

Unter anderem wurden das vollautomatisierte Logistikzentrum von VW in Baunatal, das Paderborner Computermuseum und die Oper in Essen (Die Zauberflöte) besucht.

Auch wenn das Wetter in Paderborn zu wünschen übrig ließ, hat es den polnischen Gästen bei uns gut gefallen. Besonders überrascht hat sie, dass die Paderborner im Gegensatz zu dem Ruf, den die Deutschen anscheinend in Polen genießen, äußerst freundlich und herzlich waren.

Schon im März wird das Projekt fortgeführt werden und Paderborner Speditionskaufleute werden – wie schon 2017 und 2016 – zum Gegenbesuch und zu einem dreiwöchigen Praktikum nach Radom aufbrechen.

Verkaufen mit Handicap

Schnuppertag im Einzelhandel: Auch dieses Jahr hat eine Unterstufenklasse angehender Einzelhändler des LEBK, in Zusammenarbeit mit der Liboriusschule, eine LWL-Förderschule für körperbehinderte Schülerinnen und Schüler, das ganzjährige Projekt „Einkaufen mit Handicap“ organisiert.

2017 12 19 Rolliprojekt1

In den letzten Jahren stand der Kunde mit Handicap im Mittelpunkt des Projekts. In diesem Schuljahr erfährt das Projekt eine Neuausrichtung: „Verkaufen mit Handicap - Möglichkeiten und Grenzen einer Ausbildung im Einzelhandel für gehandicapte Menschen.“

Gemeinsam mit den Schülern der Liboriusschule Paderborn verbrachten die Schüler der EH1f am 12.12.2017 einen Schnuppertag im Unternehmen „EDEKA Windmann“ in Elsen.

Unterstützt durch unsere Schüler nutzten die Liboriusschüler die Möglichkeit, typische Aufgaben eines Einzelhändlers zu übernehmen. Tätigkeiten von der Warenpflege bis hin zur verkaufswirksamen Warenpräsentation standen im Mittelpunkt des Schnuppertages und ermöglichten den „Praktikanten“ der Liboriusschule einen ersten Einblick in das Berufsfeld. Eine tolle Erfahrung für beide Seiten, die dem ein oder anderen sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.  

Unter der Leitfrage „Ist es für einen Menschen mit Handicap möglich, eine Ausbildung im Einzelhandel zu absolvieren?“ werden die Beobachtungen des Schnuppertags im weiteren Verlauf des Projekts nun ausgewertet und eine Präsentation vorbereitet.

2017 12 19 Rolliprojekt2017 2