Am 1.2.26 machten sich 5 Schülerinnen und Schüler der WG25b und ein Schüler der WG25a mit Herrn Knipping und Herrn Schlüter auf, um unsere Partnerschule IES Puertas Del Campo I in Ceuta zu besuchen.
Nach 12-stündiger Anreise per Zug bis Düsseldorf, Flug bis Malaga und Bus bis Algeciras erreichten wir am 2.2. nach ganz kurzer Nacht in Algeciras um 8 Uhr morgens Ceuta, nachdem wir die Straße von Gibraltar mit der Fähre überquert hatten.
Vom Fährhafen Ceuta ging es sofort in die Berufsschule, wo unsere Schülerinnen und Schüler und die der zweiten Partnerschule aus der französischen Stadt Bazas mit den Schülerinnen und Schülern aus Ceuta in internationalen Gruppen an ihrem Projekt arbeiteten. Die Verständigung fand während des gesamten Projekts auf Englisch statt.
Die Projektgruppen sollen während der dreitätigen Projektarbeit eine Firma gründen, die neben unternehmerischem Erfolg auch das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in besonderer Weise fördert.
Am Donnerstag, 5.2.2026 präsentierten alle Gruppen ihre interessanten und innovativen Ergebnisse und zeigten so, dass die Zusammenarbeit in internationalen, kulturell unterschiedlichen Gruppen bereichernd ist.
Unser Austausch fand natürlich nicht nur in der Schule statt. Die Schülerinnen und Schüler waren in Gastfamilien untergebracht und gewannen so einen lebhaften Eindruck vom Leben einer spanischen Familie in Ceuta.
Ceuta ist ein magischer Ort. Diese spanische Exklave liegt südlich von Gibraltar auf dem afrikanischen Festland, ist vom Meer umgeben und hat eine schwer bewachte EU-Außengrenze mit Marokko.
Ceuta ist eine spanische Autonome Stadt an der Nordküste Afrikas und blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte als strategischer Handels- und Militärstützpunkt zurück. Nach phönizischer, griechischer, römischer und maurischer Herrschaft wurde die Stadt 1415 von Portugal erobert und ging 1668 an Spanien über. Aufgrund ihrer Lage an der Meerenge von Gibraltar ist sie auch heute noch ein wichtiges EU-Territorium in Afrika.
Bei einem gemeinsamen Stadtrundgang mit der Gruppe der französischen Schülerinnen und Schüler lernten wir viel über die bewegte Geschichte der Exklave.
Wir besichtigten die Basilika, eine Ausgrabung aus römischer Zeit. Dort wurde Ceutas reiche Geschichte mit Händen greifbar.
Bei köstlichen Tapas genossen wir das typisch spanische Lebensgefühl zusammen mit der gesamten Projektgruppe. Ein Ausflug führte uns zur hochgelegenen Mission San Antonio, von wo aus wir einen atemberaubenden Blick auf Ceuta und die Straße von Gibraltar hatten.
Ein Höhepunkt war sicherlich der Besuch der Flamenco-Schile in Ceuta, wo die sympathische Tanzlehrerin versuchte, uns die ersten Schrittformationen dieses Ausdruckstanzes beizubringen.
Zuletzt besuchten wir mit allen Schülerinnen und Schülern zusammen eine Schokoladenfabrik und erfuhren viel über die Herstellung und Vermarktung der Schokolade aus Ceuta.
Ein leidiges Thema war das Wetter. Der Klimawandel machte sich auch in Ceuta bemerkbar, wo es eigentlich immer regnete und einen sehr starken Sturm gab. Unsere spanischen Partner sagten uns, dass es das noch nie gegeben habe. Da es jedoch mit 15 bis 18 Grad recht warm war, störte uns der Regen meistens nicht.
Auf der langen Rückfahrt am 6. Februar waren wir uns alle einig, dass dies ein aufregendes Projekt an einem ganz besonderen Ort gewesen ist.



